* Qatsi.eu - BWV 002 Ach Gott, vom Himmel sieh darein

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BWV 002 Ach Gott, vom Himmel sieh darein


1. Choeur
Ach Gott, vom Himmel sieh darein,
und laß dichs doch erbarmen !
Wie wenig sind der Heilgen dein,
Verlassen sind wir Armen ;
Dein Wort man nicht läßt haben wahr,
Der Glaub ist auch verloschen gar
bei allen Menschkindern.


2. Récitatif Ténor
Sie lehren eitel falsche List,
was wider Gott und seine Wahrheit ist ;
Und was der eigen Witz erdenket,
O, Jammer! der die Kirche schmerzlich kränket
Das muß anstatt der Bibel stehn.
Der eine wählet dies, der andre das,
Die törichte Vernunft ist ihr Kompaß ;
Sie gleichen denen Totengräbern,
Die, ob sie zwar von außen schön,
Nur Stank und Moder in sich fassen
Und lauter Unflat sehen lassen.


3. Air Alto OK
Tilg, o Gott, die Lehren,
So dein Wort verkehren !
Wehre doch der Ketzerei
Und allen Rottengeistern ;
Denn sie sprechen ohne Scheu :
Trotz dem, der uns will meistern !


4. Récitatif Basse
Die Armen sind verstört,
Ihr seufzend Ach, ihr ängstlich Klagen
Bei soviel Kreuz und Not,
Wodurch die Feinde fromme Seelen plagen,
Dringt in das Gnadenohr des Allerhöchsten ein.
Darum spricht Gott : ich muß ihr Helfer sein !
Ich hab ihr Flehn erhört,
Der Hilfe Morgenrot,
Der reinen Wahrheit heller Sonnenschein
Soll sie mit neuer Kaft,
Die Trost und Leben schafft,
Erquicken und erfreuen.
Ich will mich ihrer Not erbarmen,
Mein heilsam Wort soll sein die Kraft der
Armen.


5. Air Ténor
Durchs Feuer wird das Silber rein,
Durchs Kreuz das Wort bewährt erfunden.
Drum soll ein Christ zu allen Stunden
Im Kreuz und Not geduldig sein.


6. Choral
Das wollst du, Gott, bewahren rein
Für diesem argn Geschlechte ;
Und laß ins dir befohlen sein,
Sichs in uns nicht flechte,
Daß ins dir befohlen sein,
Der gottlos Hauf sich umher findt,
Wo solche lose Leute sind
In deinem Volk erhaben.

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